Wir sind systemrelevant!

 

Geschätzte Mitglieder

 

Vieles hat sich in den vergangenen Wochen und Monaten verändert. Seit dem Ausbruch des neuen Coronavirus (COVID-19) und den damit verbundenen, schrittweisen Einschränkungen des öffentlichen und privaten Lebens hat die Wirtschaft in der Schweiz grossen Schaden genommen. Viele ansonsten alltägliche, selbstverständliche und kaum beachtete Dinge wurden plötzlich enorm wichtig, während scheinbar Unabdingbares auf einmal nicht mehr möglich war.

 

Leider muss noch immer ein überwiegender Teil unserer Branchen-Unternehmen gravierende Verluste hinnehmen. Als Dienstleister ist man bekanntlich immer nur so gesund wie die eigene Kundschaft. Und diese litt grösstenteils ebenfalls sehr stark unter den Lockdown-Massnahmen, was in unserer Branche teilweise herbe Einbussen mit sich zog. Insbesondere der Personentransport wurde arg gebeutelt. Car- und Taxiunternehmen mussten ihre Flotten beinahe komplett stilllegen. Trotz professionell erarbeiteten Schutzkonzepten blieben die Kunden aus. Dies spürt insbesondere die Metropolregion Luzern sehr stark. Die ausbleibenden Reisegruppen, die ansonsten fast ausschliesslich im umweltfreundlichen Reisecar unterwegs sind, lassen zudem verschiedene weitere Branchen leiden. Derweil beschäftigt sich die links-grüne Luzerner Stadtregierung mit einer sonderbaren Idee. Es geht dabei nicht um aktive Unterstützung der arg gebeutelten Personentransport-Unternehmen, sondern um die Umnutzung der temporär leeren Car-Parkplätze. Anstatt sich bewusst zu werden, dass sie ein Mahnmal dafür sind, dass sich ein ganzer Wirtschaftszweig mit unzähligen Arbeitsplätzen im Existenzkampf befindet, befasste man sich damit, die Plätze in Begegnungszonen umzugestalten, was im Parlament letztendlich eine Mehrheit fand. Man demonstriert der Bevölkerung damit, dass „dank“ den ausbleibenden Cars neue Freizeitorte entstehen können. Ein blanker Hohn gegenüber den betroffenen Unternehmen und ein falsches Signal an die eigene Stadtbevölkerung, welche - direkt oder indirekt - massgeblich vom Gruppen-Tourismus lebt. Eine sonderbare Veränderung des Bewusstseins.

 

Land erfüllt. Während sich das öffentliche Leben dem kompletten Sillstand näherte, waren die Strassentransport-Unternehmen mit ihren Mitarbeitenden jederzeit zur Stelle, um die Aufträge auch in dieser unwirklich anmutenden Zeit wie gewohnt zu erledigen. Der Bund erklärte viele Logistikunternehmen zu systemrelevanten Betrieben und forderte sie schriftlich auf, ihre Dienstleistungen zur Landesversorgung bereit- und aufrechtzuhalten. Also die klare Botschaft, dass das (Über-)Leben auch massgeblich durch den Strassentransport sichergestellt wird und die Unternehmen und deren Mitarbeitenden einen relevanten Teil zur Landesversorgung beitragen. Zudem kristallisierte sich in der breiten Bevölkerung eine scheinbar neue Erkenntnis heraus: Die logistischen Dienstleistungen wurden in dieser Zeit für einmal bewusst und positiv wahrgenommen und geschätzt. Die Chauffeure wurden im selben Atemzug mit dem Pflegepersonal genannt und ihr Einsatz wurde löblich und dankend  anerkannt. Die Menschen in den Städten versammelten sich auf den Balkonen und applaudierten für die Mitarbeitenden aus unserem Gewerbe. Sie stellten sich auf Autobahn-Brücken und jubelten den darunter vorbeifahrenden Lastwagen zu. Sie rollten Transparente aus oder bekochten die Fahrer auf Rastplätzen und dankten ihnen so für ihre tägliche Arbeit. Der Stellenwert des Strassentransports ist quasi über Nacht signifikant gestiegen.

 

Es brauchte leider eine Krise, um sowohl der Regierung als auch der breiten Bevölkerung die Wichtigkeit und Unverzichtbarkeit des Strassentransports ins Bewusstsein zu rufen. Es bleibt zu hoffen, dass diese Wertschätzung auch nach der Krise noch weiter bestehen bleibt. Es gilt, was schon zuvor feststand und auch nach der Krise Fakt ist: Wir sind systemrelevant!

 

In diesem Sinne wünsche ich allen Mitgliedern weiterhin viel Mut und Kraft, um schlussendlich gestärkt aus dieser schwierigen Zeit herauszukommen und auch zukünftig ihre unentbehrlichen Dienstleistungen zum Wohl der gesamten Bevölkerung anbieten zu können.

 

Christian Kempter-Imbach

Präsident  

 

 

 

Generalversammlung 2021 in digitaler

Form

 

Seit mittlerweile mehr als einem Jahr bestimmt die Pandemie rund um das neue Coronavirus (COVID-19) das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben in unserem Land. Die Jubiläums-Generalversammlung vom Frühling 2020 musste damals aufgrund der behördlichen Massnahmen kurzfristig abgesagt werden. Der Vorstand führte stattdessen eine ausserordentliche Sitzung durch, um die Handlungsfähigkeit für das laufende Jahr sicherstellen zu können. Die Hoffnung war gross, die Generalversammlung 2021 im ähnlichen Rahmen – wiederum im Verkehrshaus der Schweiz – durchführen zu können.

 

Leider erlaubt es die pandemische Lage wiederum nicht, eine Präsenz-Veranstaltung abzuhalten.

 

Somit sah sich der Vorstand gezwungen, die Entscheidung zu treffen, auch die auf Montag,      22. März 2021, terminierte Generalversammlung im geplanten Rahmen absagen zu müssen.

 

 

 

 

 

Anders als im Jahr 2020 wird es in diesem Jahr jedoch eine digitale Versammlung geben. Dabei wird nicht 

eine Live-Veranstaltung abgehalten, sondern die stimm- und wahlberechtigten Mitglieder erhalten die Möglichkeit, sich über einen dedizierten Zugang auf einer Plattform anzumelden, um dort die anstehenden Geschäfte zu studieren und direkt online darüber abzustimmen. Dafür wird eine begrenzte Zeitdauer zur Verfügung stehen, bevor die Plattform wieder geschlossen wird, damit die Resultate ausgewertet werden können. Das genaue Vorgehen wird den Mitgliedern rechtzeitig per E-Mail mitgeteilt.

 

Der Vorstand bedankt sich bei den Mitgliedern für das Verständnis und freut sich dennoch über eine grosse Teilnahme bei der ersten digitalen Generalversammlung in der Geschichte unserer über vierzigjährigen Verbandstätigkeit.

 

Wir hoffen, die Mitglieder und Gäste am Montag, 28. März 2022, zur 42. ordentlichen Generalversammlung – voraussichtlich wiederum im Verkehrshaus der Schweiz in Luzern – persönlich begrüssen zu dürfen. 

 

Christian Kempter-Imbach

Präsident

 

 

 

 



Verhandlungen der Paritätischen Kommission

 

Im Rahmen der Verhandlungen zwischen der ASTAG Sektion Zentralschweiz und den Vertretern von Les Routiers Suisses aus den Sektionskantonen wurde eine Neuausgabe der Ergänzenden Bestimmungen per 1. Januar 2021 beschlossen

 

Am Mittwoch, 4. November 2020, trafen sich die Kommissionsmitglieder der ASTAG Sektion Zentralschweiz mit den Vertretern von Les Routiers Suisses aus den Sektionen Luzern – Zug, Obwalden und Nidwalden zur alljährlichen Verhandlungssitzung. Als Vertreter der Arbeitgeber-Seite waren dies aus dem Sektionsvorstand Christian Kempter-Imbach (Vorsitz), Mario Stuber und Hansruedi Flück-Abächerli. Seitens Les Routiers Suisses vertraten Franz Trüssel und Markus Zehnder (beide Sektion Luzern – Zug) sowie Marcel Ammann (Sektion Obwalden) und Daniel Reinhardt (Sektion Nidwalden) die Arbeitnehmer-Seite.

 

Im Vorfeld hatten Les Routiers Suisses fristgerecht Ihre Forderungen eingereicht, die einerseits eine generelle Erhöhung der effektiven Monatslöhne um CHF 200.00 für alle Fahrerinnen und Fahrer und andererseits eine generelle fünfte Ferienwoche ebenfalls für alle Fahrerinnen und Fahrer vorsahen. Nach angeregter Diskussion und unter Berücksichtigung der aktuellen wirtschaftlichen Lage - insbesondere auch jene der Transportunternehmungen - einigten sich die Anwesenden einstimmig auf eine generelle Nullrunde, so dass die derzeitigen Minimallöhne (die per 1. Januar 2020 letztmals angepasst wurden) sowie die Regelung der Ferientage im Jahr 2021 unverändert bleiben.

 

Seitens ASTAG Zentralschweiz wurden insgesamt drei Themenbereiche in Bezug auf Anpassungen der Ergänzenden Bestimmungen vorgebracht, welche den Les Routiers Suisses ebenfalls im Vorfeld zugestellt wurden. Dabei ging es um die Anpassung des generellen Geltungsbereichs für Fahrerinnen und Fahrer mit 120-Tage-Arbeitsbewilligungen, die Implementierung des Vaterschaftsurlaubes sowie die Präzisierung der Lohnfortzahlungspflicht bei Unfall. Anlässlich der Sitzung wurden die einzelnen Punkte nochmals ausgeführt und begründet, so dass die Neuerungen nach jeweils kurzer Diskussion einstimmig gutgeheissen werden konnten.

 

 

 

 Verhandlungen Winterdienst

 

Die Sektion Zentralschweiz hat für die Mitglieder mit der zuständigen Dienststelle des Kantons Luzern Verhandlungen über die Tarifierung für die Winterdienstarbeiten geführt und ein nachhaltiges Resultat erzielt.

 

Die ASTAG Sektion Zentralschweiz, vertreten durch den Präsidenten Christian Kempter-Imbach sowie Vorstandsmitglied und Vertreter der Fachgruppe Nahverkehr, Hansruedi Flück, hat im ersten Halbjahr 2019 mit der Dienststelle Verkehr und Infrastruktur (vif), der Abteilung zentras und dem Strasseninspektorat des Kantons Luzern, die Verhandlungen für die Winterdienst-Tarife geführt. Die Dienststelle mit Sitz in Emmenbrücke ist für die Vergabe der Arbeiten im Bereich Nationalstrassen im gesamten Sektionsgebiet zuständig.

 

Neben der generellen inhaltlichen Überarbeitung der Berechnungsgrundlagen sowie den effektiven Preisverhandlungen (Anpassungen der Ansätze pro Dienstleistung um +2.01%) stand die Verknüpfung von Tarifpositionen mit einem Teuerungsindex im Zentrum der Gespräche. Nach mehreren konstruktiven und zielführenden Verhandlungen mit dem Dienststellenleiter sowie den verantwortlichen Bereichsleitern Nationalstrassen und Kantonsstrassen konnte gemeinsam beschlossen werden, die Berechnungsgrundlagen dahingehend zu gestalten, dass die Verrechnungsansätze für sämtliche mit Personaleinsätzen in Verbindung stehende Dienstleistungen (namentlich Pfad- und Streufahrten) neu an den Strassentransport-Kostenindex der ASTAG gekoppelt sind.

Neuausgabe der Ergänzenden Bestimmungen zur Landesvereinbarung per 1. Januar 2021

 

Aufgrund der Beschlüsse der Paritätischen Kommission werden die Ergänzenden Bestimmungen zur Landesvereinbarung angepasst und per 1. Januar 2021 in Kraft gesetzt.

 

 

1.      Im Geltungsbereich wird die Ausnahme unter bestimmten Bedingungen in Zusammenhang mit den 120-Tage-Arbeitsbewilligungen geregelt. Diese Ergänzung wurde im Vorfeld mit dem Generalsekretär der Les Routiers Suisses, David Piras, besprochen und abgestimmt.

 

2.      Der bestehende Artikel bezüglich der Mutterschaft wurde um die gesetzlichen Bestimmungen des Vaterschaftsurlaubs erweitert und klar definiert.

 

3.      Bei der Lohnfortzahlung bei Unfall wurde eine Präzisierung vorgenommen, um den gesetzlichen Bestimmungen und insbesondere den SUVA-Richtlinien vollumfänglich gerecht zu werden.

 

Im Zuge der Neuauflage der Ergänzenden Bestimmungen wurden zudem auch noch einige Anpassungen (Aktualisierung, Verständlichkeit, Orthographie, Stilistik) vorgenommen.

 

Um das finale Dokument offiziell zu formalisieren, haben sich der Präsident der ASTAG Sektion Zentralschweiz sowie die Präsidenten von Les Routiers Sektionen Luzern – Zug, Obwalden und Nidwalden am 3. Dezember 2020 im Restaurant Allmendhuisli in Stans getroffen. Dabei wurden die neuen Ergänzenden Bestimmungen gemeinsam unterzeichnet. Damit werden diese ab Inkrafttreten wiederum für alle Sektionsmitglieder allgemeinverbindlich.

 

Christian Kempter-Imbach

Präsident

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Personaleinsätzen in Verbindung stehende Dienstleistungen (namentlich Pfad- und Streufahrten) neu an den Strassentransport-Kostenindex der ASTAG gekoppelt sind.

 

Die Basis 100 ist hier beim Index für das Jahr 2019 angesetzt. Diese Koppelung führt dazu, dass sich die Tarife im gleichen Mass (Prozentsatz) verändern wie der Kostenindex. Somit müssen diese Ansätze nicht jährlich neu verhandelt werden. Hingegen sind die Ansätze für alle weiteren Bereiche (Bereitstellung, Aufbewahrung etc.) pauschal fixiert und gelten für die gesamte Dauer der Vereinbarung zwischen dem Unternehmen und der Dienststelle.

 

Die neuen Berechnungsgrundlagen wurden nach der gemeinsamen Überarbeitung gegenseitig gutgeheissen und per 1. Juli 2019 in Kraft gesetzt. Dies bedeutet, dass die Mitglieder die höheren Tarife bereits im diesjährigen Einsatz der kommenden Saison 2019/2020 anwenden dürfen. Sämtliche Mitglieder, welche im Auftrag des zentras und/oder des Strasseninspektorats Winterdienst-Arbeiten ausführen, wurden durch das Sekretariat mit den wichtigsten Informationen sowie insbesondere den neu geltenden Berechnungsgrundlagen bedient. Es bleibt zu betonen, dass die zuständige Dienststelle unsere Anliegen sehr ernst genommen hat und uns als wichtigen Partner anerkennt. Die Gespräche fanden denn auch in sehr angenehmem und fairem Rahmen statt.

 

Christian Kempter-Imbach

 

Präsident

 

 

 

 



 

 

Stellenmeldepflicht: Firmen erhalten eine eigene Anlaufstelle

 

Ab dem 1. Juli 2018 sind Arbeitgeber verpflichtet, alle zu besetzen-den Stellen in Berufsarten, in denen die Arbeitslosenquote den Schwellenwert von acht Prozent erreicht oder übersteigt, den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) zu melden. Dies, weil der Bundesrat am 8. Dezember 2017 die Details zur Umsetzung der Masseneinwanderungs-Initiative (MEI) verabschiedet hat. Um die Firmen bei der operativen Umsetzung optimal zu unterstützen, schafft die Dienststelle Wirtschaft und Arbeit (wira) eine neue Anlaufstelle.

 

Die Dienststelle Wirtschaft und Arbeit (wira) richtet eine neue Anlaufstelle für Arbeitgebende ein. Grund ist, dass am  dem  1. Juli 2018 meldepflichtige Stellen dem RAV gemeldet werden müssen. Damit nimmt der Kanton Luzern, als kantonale Vollzugsstelle der Arbeitslosenversicherung (ALV), ab der Inkraftsetzung der  Stellenmeldepflicht (MEI) bei der operativen Umsetzung eine entscheidende Rolle wahr. Gemäss aktuellen Schätzungen unterstehen rund drei von zehn Neubesetzungen einer Meldepflicht. Das entspricht rund 24'000 Stellenmeldungen pro Jahr für den Kanton Luzern. 

 

 

 

Die neue Abteilung "Arbeitsmarktservice" unterstützt Arbeitgeber, Stellensuchende und die Regionalen Arbeitsvermittlungszentren bei der Umsetzung der Stellenmeldepflicht und dient als zentrale Anlaufstelle für Fragen rund um den Arbeitsmarkt.

 

 

 

Hinweis

Im April, Mai und Juni 2018 führt die wira Informationsveranstaltungen für Arbeitgebende, Berufsverbände und Stellenvermittelnde durch. Die Termine und Informationen zur Anmeldung finden Interessierte hier.