Stellenmeldepflicht: Firmen erhalten

eine eigene Anlaufstelle

Ab dem 1. Juli sind Arbeitgeber verpflichtet, alle zu besetzenden

Stellen in Berufsarten, in denen die Arbeitslosenquote den

Schwellenwert von acht Prozent erreicht oder übersteigt, den

Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) zu melden. Dies,

weil der Bundesrat am 8. Dezember 2017 die Details zur Um-

setzung der Masseneinwanderungs-Initiative (MEI) verabschiedet

hat. Um die Firmen bei der operativen Umsetzung optimal zu

unterstützen, schafft die Dienstelle Wirtschaft und Arbeit (wira)

eine neue Anlaufstelle.
 
Die Dienststelle Wirtschaft und Arbeit (wira) richtet eine neue Anlauf-

stelle für Arbeitgebende ein. Grund ist, dass ab dem 1. Juli melde-

pflichtige Stellen dem RAV gemeldet werden müssen. Damit nimmt d

er Kanton Luzern, als kantonale Vollzugsstelle der Arbeitslosen-

versicherung (ALV), ab der Inkraftsetzung der Stellenmeldepflicht

(MEI) bei der operativen Umsetzung eine entscheidende Rolle wahr.

Gemäss aktuellen Schätzungen unterstehen rund drei von zehn

Neubesetzungen einer Meldepflicht. Das entspricht rund 24’000

Stellenmeldungen pro Jahr für den Kanton Luzern.
 
Die neue Abteilung «Arbeitsmarktservice» unterstützt Arbeitgeber,

Stellensuchende und die Regionalen Arbeitsvermittlungszentren bei

der Umsetzung der Stellenmeldepflicht und dient als zentrale Anlauf-

stelle für Fragen rund um den Arbeitsmarkt.
 

 

Hinweis
Im April, Mai und Juni führt die wira Informationsveranstaltungen für Arbeitgebende, Berufsverbände und Stellenvermittelnde durch. Die Termine und Informationen zur Anmeldung finden Interessierte hier.


Verkehr in der Stadt Luzern

Mobilität – viele Meinungen, noch fehlende Lösungen

Ein Beitrag von Dr. med. Herbert Widmer, Kantonsrat FDP

Mobilität istseit einigen Jahren in aller Leute Mund. Man spricht von Problemen, vonmöglichen Lösungen, von der Zukunft und anderem mehr, nur echte Lösungenbleiben oft aus. Themen sind der Langsam- und Fussverkehr, der OeV, derMotorisierte Individualverkehr, die Cars und Parkierungskonzepte für diese undfür die Privatwagen. Kaum in die Diskussionen einbezogen werden die Problemeund Wünsche des Verkehrs von Gewerbe, Tourismus, Detailhandel etc., heute oftzusammengefasst unter dem Begriff «Wirtschaftsverkehr». Es gehört zumWesen vieler Politiker in Legislative und Exekutive, dass sie glauben zuwissen, was die Bevölkerung denkt und will und was für diese gut ist. Wer ineiner Stadt gewisser Grösse wohnt und arbeitet weiss dies am besten. Nachdemdies «Verwaltung und Politik» unserer Anregung nicht nachkommen wollte, habenwir – ein ehemaliger CVP-Grossstadtrat aus Luzern und ein FDP-Kantonsrat – unsentschieden, selbst zwei Befragungen durchzuführen bzw. durchführen zu lassen.Das unbestechliche Meinungsforschungsinstitut DemoScope befragte in unseremAuftrag vom 7. – 17. August 2017 telefonisch (ausgewählt nach Zufallsprinzip)total 1022 Leute (520 in der Stadt, 502 in der Agglomeration Luzern). DieResultate fielen sehr interessant und eben nicht immer nach den Vorstellungender Politik aus. (Ausführliche Umfrage Resultate: luzernerzeitung.ch/bonus). Mehrinteressieren dürfte an dieser Stelle die Resultate der von uns selbstdurchgeführten «Gewerbeumfrage». 235 Betriebe aus Gewerbe, Transport,Detailhandel, Tourismus etc. beantworteten unsere 45 Fragen und total rund 100Unterfragen, eine Arbeit, die wohl mindestens eine halbe Stunde Zeitaufwandbedeutete. Umso erstaunlicher, dass 81% der Antwortenden die Firmeninhaber oderDirektoren selbst waren, Zeichen für Interesse und Ernstnehmen der Probleme!Nur 25% der Antwortenden kannten den Begriff «Wirtschaftsverkehr», zeigten sichdann aber sehr offen für die Tatsache, dass dieser wichtige Teil desGesamtverkehrs für eine erfolgreiche, nachhaltige Lösung der Verkehrsproblememehr berücksichtigt werden muss, ja eine Lösung ohne diese gar nicht möglichist. Was ist nun zuden Resultaten der Umfrage zu sagen?HauptsächlichsterEinsatzort der antwortenden Betriebe sind die Stadt und Agglomeration Luzern,im Transportwesen natürlich die ganze Schweiz und das angrenzende Ausland.ImVordergrund steht für die meisten Umfrageteilnehmer die gute Erreichbarkeitihres Betriebes durch Kunden und Mitarbeiter. Als wichtigste Verkehrsmittelwerden Auto, Bus und Bahn genannt.DieVerkehrssituation in und um Luzern wird insgesamt als eher schlecht beurteilt(11% gut, 38% so-so, 32% schlecht und 19% sehr schlecht. Eher schlechter als ineiner ähnlichen Umfrage im Jahre 1997). Die«Gewerbler» beurteilten vor allem den Mangel an für sie zugänglichenParkplätzen als sehr ungenügend, sei dies für Transporte mit Ein- und Auslad, fürGewerbebetriebe mit ihren Spezialautos («Fahrende Werkstatt»), für die Kundenetc.Ammeisten gestört werden die Antwortenden durch die fehlendeUmfahrungsmöglichkeit von Luzern, durch zu viele Verkehrsschikanen und durch zuwenig Parkhäuser (grosse Diskrepanz zur «Politik»!).Bezüglichder Luzerner Grossprojekte wie Bypass, Spange Nord, Parkhaus Musegg etc. istder Kenntnisstand gering, nach Erklärungen werden diese aber weitgehend positivbeurteilt.Interessantwar auch das Studium der lückenlos in der Resultat Broschüre aufgeführtenhandschriftlichen Bemerkungen der Umfrageteilnehmer mit Ideen, Spuren von Zornbis Resignation und anderem mehr. Diskutieren wirweiter, aber haben wir die Wünsche und Aufgaben der Verkehrsteilnehmer im Augeund streben wir entsprechend Ziele und Lösungen an.

Hier noch wichtige Informationen zum Thema:

 

Verkehr in der Stadt Luzern